Aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz


Arbeitszeiten (§ 8, 12)
Die maximale Wochenarbeitszeit von 40 Std. entspricht den Regelungen des FÖJ-Vertrags, aber die Aufteilung ist weniger flexibel:
- reguläre Arbeitszeit 8 Std., max. 8,5 Std. pro Tag
- Überstunden sind nicht zulässig, es muss also in der gleichen Woche „abgefeiert“ werden! Ausnahmeregelungen existieren für Erntezeiten in der Landwirtschaft (s. Gesetz).
- Die Schichtzeit (Arbeitszeit + Pausen) darf nicht länger als 10 Stunden dauern (11 Stunden in der Landwirtschaft und Tierhaltung).

Pausen (§ 11)
Für Jugendliche gelten längere Pausenzeiten, abhängig von der täglichen Arbeitsdauer:
- 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 4,5 Stunden
- 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden

Nachtruhe und Freizeit (§ 13, 14)
Jugendliche dürfen ausschließlich zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten. (Es gibt Ausnahmen in der Gastronomie und der Landwirtschaft.) Endet ein Arbeitstag, darf der darauffolgende nicht innerhalb der nächsten 12 Stunden beginnen.

Wochenendarbeit (§ 15,16,17)
Die 5-Tage-Woche ist einzuhalten, die beiden wöchentlichen Ruhetage sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen. Somit dürfen Jugendliche an Samstagen und Sonntagen nicht beschäftigt werden. Fürs FÖJ ggf. relevante Ausnahmen: offene Verkaufsstellen, Gastronomie, Landwirtschaft und Tierhaltung. Generell gilt:
- Mindestens zwei beschäftigungsfreie Samstage / Sonntage im Monat müssen bleiben!
- Wegen der 5-Tage-Woche muss im Falle von Wochenendarbeit eine Freistellung an einem anderen Arbeitstag derselben Woche erfolgen!

Urlaubsansprüche (§ 19)
Ab 17 Jahren haben alle Freiwilligen einen Anspruch auf 26 Tage Urlaub (siehe FÖJ-Vertrag). Für jüngere TN am FÖJ gilt:
- mind. 27 Tage für Jugendliche unter 17 Jahre*
- mind. 30 Tage für Jugendliche unter 16 Jahre*
* Ausschlaggebend ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres!

Gesundheitsuntersuchung (§ 32)
Eine ärztliche Erstuntersuchung bei FÖJ-Beginn ist für minderjährige Freiwillige Pflicht, es sei denn, sie weisen ihrer Einsatzstelle durch Vorlegen einer ärztlichen Bescheinigung nach, dass sie innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht wurden.